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KPV: α-MSH-Fragment in der Immun- und Melanocortin-Forschung

KPV (Lys-Pro-Val) im Forschungsüberblick: C-terminales α-MSH-Fragment, Mechanismen über Melanocortin-Rezeptoren und präklinische Studienlage — mit Primärquellen.

KPV ist ein Tripeptid und das C-terminale Fragment des Hormons α-MSH. In der Immun- und Melanocortin-Forschung wird es zu anti-inflammatorischer Aktivität untersucht. Dieser Überblick fasst Struktur, Mechanismen und Studienlage sachlich zusammen — mit Primärquellen und ohne Heilversprechen.

Was ist KPV?

KPV steht für die Aminosäuresequenz Lysin-Prolin-Valin (Lys-Pro-Val) und ist das C-terminale Tripeptid-Fragment des α-Melanozyten-stimulierenden Hormons (α-MSH). Es trägt die CAS-Nummer 71447-49-9 und ein Molekulargewicht von rund 342 g/mol. Als kleines, gut definiertes Fragment dient KPV in der Forschung als Modellsubstanz für melanocortin-vermittelte Prozesse.

Erforschte Mechanismen

  • Interaktion mit Melanocortin-Rezeptoren (u. a. MC1R, MC3R) in Immunzellmodellen
  • Modulation entzündungsrelevanter Signalwege (z. B. NF-κB) in In-vitro-Untersuchungen
  • Untersuchungen zur Beeinflussung pro-inflammatorischer Zytokine
  • Als α-MSH-Fragment ohne die pigmentierungsbezogene Aktivität des vollständigen Hormons

Studienlage

Luger und Brzoska publizierten Befunde zur immunmodulatorischen Aktivität kurzer α-MSH-Fragmente in entzündungsrelevanten In-vitro-Systemen (Annals of the New York Academy of Sciences, 1999). Die Datenlage zu KPV ist überwiegend präklinisch und In-vitro; kontrollierte Humanstudien fehlen weitgehend. Die Forschung konzentriert sich auf die Melanocortin-Rezeptor-Achse und Entzündungsmodulation.

„KPV entspricht dem aktiven C-Terminus des α-MSH — und wird als Modellsubstanz für die immunmodulatorische Melanocortin-Forschung untersucht.“

KPV in Multikomponenten-Forschung

In der Geweberegenerierungsforschung wird KPV häufig als Zusatzkomponente untersucht. Die KLOW-Forschungskombination ergänzt die drei GLOW-Komponenten (GHK-Cu, BPC-157, TB-500) um KPV (10 mg) — und verbindet damit Matrixreparatur- und Gefäßreaktionsforschung mit der immunmodulatorischen Achse.

Lagerung und Handhabung

KPV wird als lyophilisiertes Pulver geliefert und ist bei −20 °C, lichtgeschützt, lange lagerfähig. Vor dem Öffnen sollte das hygroskopische Vial auf Raumtemperatur erwärmt werden. Nach der Rekonstitution mit bakteriostatischem Wasser empfiehlt sich die Lagerung bei 2–8 °C.

Häufige Fragen zu KPV

Wofür steht KPV?

KPV steht für die Aminosäuresequenz Lysin-Prolin-Valin — das C-terminale Tripeptid des α-MSH.

Ist KPV dasselbe wie α-MSH?

Nein. KPV ist nur das C-terminale Dreiermotiv des vollständigen α-MSH und besitzt nicht dessen pigmentierungsbezogene Aktivität.

Ist KPV ein Arzneimittel?

Nein. KPV wird ausschließlich als Forschungschemikalie für wissenschaftliche Laboruntersuchungen angeboten (Research Use Only) und ist nicht zur Anwendung am Menschen bestimmt.

Primärquellen: Luger TA, Brzoska T. Ann N Y Acad Sci. 1999;885:342–348. DOI: 10.1111/j.1749-6632.1999.tb07889.x

Weiterführend: KLOW — Vial (enthält KPV) · Forschungsgebiet Geweberegenerierung · FAQ zu Forschungspeptiden

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information. Er stellt keine gesundheitsbezogene Aussage dar und gibt keine Anwendungs- oder Dosierungsempfehlung. Alle Substanzen sind ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt.

FOR RESEARCH USE ONLY. Dieser Beitrag fasst wissenschaftliche Forschung zusammen und stellt keine medizinische Beratung dar. Alle Substanzen sind ausschließlich für Labor- und Forschungszwecke bestimmt.

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