- Peptid
- Kurze Kette aus zwei bis etwa 50 Aminosäuren, verknüpft über Peptidbindungen. Kleiner als ein Protein.
- Aminosäure
- Organische Grundbausteine von Peptiden und Proteinen. 20 proteinogene Aminosäuren bilden die Bausteine des Lebens.
- Peptidbindung
- Chemische Bindung zwischen der Carboxylgruppe einer Aminosäure und der Aminogruppe der nächsten.
- Protein
- Großes Biomolekül aus mehr als ~50 Aminosäuren mit komplexer Faltungsstruktur (Sekundär-, Tertiär-, Quartärstruktur).
- Tripeptid
- Peptid aus genau drei Aminosäuren. Beispiel: GHK-Cu (Glycin-Histidin-Lysin).
- Pentadecapeptid
- Peptid aus 15 Aminosäuren. Beispiel: BPC-157.
- Lyophilisierung
- Gefriertrocknung: Wasserentzug unter Vakuum durch Sublimation. Erzeugt ein stabiles, lange lagerfähiges Pulver.
- Rekonstitution
- Auflösen eines lyophilisierten Peptids in einem Lösungsmittel (z. B. bakteriostatischem Wasser) vor der Laborverwendung.
- Bakteriostatisches Wasser
- Steriles Wasser mit ~0,9 % Benzylalkohol, das Bakterienwachstum hemmt. Lösungsmittel zur Rekonstitution.
- HPLC
- Hochleistungsflüssigkeitschromatographie. Trennverfahren zur Bestimmung der Reinheit einer Substanz.
- HPLC-MS
- HPLC gekoppelt mit Massenspektrometrie. Analytischer Standard für Reinheit und Identität von Peptiden.
- Massenspektrometrie
- Messung des Masse-zu-Ladung-Verhältnisses zur Bestimmung der exakten Molekülmasse und Identität.
- Certificate of Analysis (COA)
- Batch-spezifisches Qualitätsdokument mit Identität, Reinheit (HPLC), Massenspektrum und Charge.
- Reinheit
- Anteil des Zielmoleküls an der Gesamtprobe, per HPLC ermittelt. Research-grade liegt typischerweise bei >99 %.
- Charge (Batch)
- Eindeutig nummerierte Produktionseinheit. Verknüpft Produkt und COA und ermöglicht Rückverfolgbarkeit.
- Research Use Only (RUO)
- Kennzeichnung für ausschließlich wissenschaftlichen Laborgebrauch. Kein Arzneimittel, keine Anwendung am Menschen.
- In-vitro
- Untersuchung außerhalb des lebenden Organismus, z. B. in Zellkulturen oder Reagenzgläsern.
- In-vivo
- Untersuchung im lebenden Organismus, etwa in Tiermodellen.
- Präklinisch
- Forschungsphase vor der Anwendung am Menschen — umfasst In-vitro- und In-vivo-Studien.
- GHK-Cu
- Glycyl-L-Histidyl-L-Lysin-Kupfer (CAS 89030-95-5). Kupferpeptid, untersucht zu Kollagensynthese und Fibroblastenaktivität.
- BPC-157
- Synthetisches Pentadecapeptid (15 AS), abgeleitet von einem Magenprotein. Untersucht zu Gewebeschutz und Angiogenese.
- TB-500
- Synthetisches Fragment von Thymosin-β4. Untersucht zu Aktin-Sequestration, Zellmigration und Geweberemodellierung.
- KPV
- Lys-Pro-Val, C-terminales Tripeptid des α-MSH. Untersucht zu Melanocortin-Rezeptoren und Entzündungsmodulation.
- NAD+
- Nicotinamidadenindinukleotid. Kofaktor in >500 Reaktionen, Substrat für Sirtuine und PARPs. Longevity-Forschung.
- Retatrutide
- Synthetisches Peptid (LY3437943), das GLP-1-, GIP- und Glucagon-Rezeptor zugleich aktiviert (Triple-Agonist).
- Triple-Agonist
- Substanz, die drei verschiedene Rezeptoren gleichzeitig aktiviert. Beispiel: Retatrutide (GLP-1/GIP/GcgR).
- GLP-1
- Glucagon-like Peptide-1. Inkretin-Hormonrezeptor, zentral in der metabolischen Forschung zu Insulinsekretion.
- Sirtuine
- NAD+-abhängige Enzyme (SIRT1–7), die Genexpression und Stoffwechsel regulieren. Schlüssel der Alterungsbiologie.
- Angiogenese
- Neubildung von Blutgefäßen aus bestehenden Gefäßen. Wichtiger Prozess in der Geweberegenerierungsforschung.
- Kupferpeptid
- Peptid mit komplex gebundenem Kupferion (Cu²⁺). Bekanntestes Beispiel: GHK-Cu.
- Hygroskopisch
- Eigenschaft, Feuchtigkeit aus der Luft anzuziehen. Lyophilisierte Peptide sind hygroskopisch und müssen trocken lagern.